Gut dass ich eine Tierhaftpflichtversicherung habe

Vor ein paar Tagen war unsere Steuererklärung fällig, bereits vor dem eigentlichen Stichtag im Mai habe ich um Fristverlängerung gebeten. Doch bis zum 30. September vergingen die Tage wie immer sehr schnell, so dass ich mich vor einigen Tagen endlich dazu aufraffte, Unterlagen zu wälzen und Formulare auszufüllen. Im Rahmen der sonstigen Vorsorgeaufwendungen konnte ich bei unserer Steuererklärung nicht nur die Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung ansetzen, sondern auch unsere Tierhalterhalterhaftpflicht.

In diesem Zusammenhang fiel mir auch gleich wieder ein, dass unsere Police vor etwa drei Jahren zum Einsatz kam und wie sinnvoll ein solcher Versicherungsvertrag ist. Unser verrückter, sehr verspielter Hund hatte in unserer damaligen Mietwohnung als Welpi Türgriffe angeknabbert und die Heizungsventile. Beim Auszug aus der Mietwohnung steckten wir all unsere Kraft und jede Menge Kapital in die Renovierung unseres neuen Heims, weshalb wir froh waren, dass die Versicherung die Schäden an Türgriffen und Heizungsventilen ohne Probleme ersetzte.

Dies war nur ein „leichter, kleinerer“ Schadensfall. Dabei können weit größere Schäden durch das eigene Tier verursacht werden und der Halter muss hierfür aufkommen. Die Tierhalterhaftpflicht ist demnach eine wichtige Absicherung für Tierhalter. Doch müssen sich wirklich alle Tierhalter über diese spezielle Police versichern? Und was leistet die Tierhalterhaftpflichtversicherung überhaupt im Schadensfall? Dazu habe ich mich mal über die Tierversicherung im allgemeinen informiert und was man mit einer Tierhalterhaftpflicht alles absichern kann.

 Was die Tierhalterhaftpflicht alles leisten kann

Die Tierhalterhaftpflicht leistet bei Schäden, welche durch das eigene Tier verursacht wird und leistet Schadensersatz an die Geschädigten und schützt den Tierhalter somit vor der finanziellen Belastung als Folge des Schadensfalls. Die Deckungssumme enspricht der Maximalleistung der Versicherung und liegt je nach Tarif und zu versichernder Tierart zwischen 5 Millionen und 20 Millionen Euro, pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Teilweise gibt es Angebote, bei denen Personen- und Sachschäden durch ein Tier über eine pauschale Versicherungssumme abgesichert sind, beispielsweise 5 Millionen Euro, und für die Vermögensschäden eine geringere Deckungssumme vereinbart wird. Vor der Auszahlung einer Leistung prüft die Tierhalterhaftpflicht laut tierversicherung365.de, ob die Schadensersatzforderung gerechtfertigt ist und zwar der Art und Höhe nach.

Beschädigt oder zerstört das eigene Tier Eigentum oder Vermögen von Dritten oder verletzt dritte Personen, muss der Halter des Tieres für diesen Schaden haften und dem Geschädigten Ersatz leisten. Angekaute Heizungsventile und zerkratzte Türgriffe sind dabei die kleineren Schäden, die von einer Tierhalterhaftpflichtversicherung gedeckt werden. Wesentlich gravierender können zum Beispiel die Schadensersatzforderungen sein, resultierend aus einem Autounfall, verursacht durch einen losgerissenen Hund oder entlaufene Pferde. Die Deckungssumme ist daher ein wichtiges Auswahlkriterium und darüber hinaus Faktor für die Prämienberechnung.

Die Beiträge zur Versicherung

Bei der Beitragsberechnung sind natürlich außerdem die Tierart und die Tierrasse relevant sowie die Zahl der zu versichernden Tiere. Rabatte gibt es teils für ältere, erfahrene Halter und auch über die Festlegung einer Selbstbeteiligung im Schadensfall kann der Beitrag für eine Tierhalterhaftpflicht vermindert werden. Bei einem Tierhaftpflicht Vergleich bei Tierversicherung365.de sollte man nicht nur auf die Beiträge achten, sondern auch die Versicherungsleistungen miteinander vergleichen.

Auf dem Versicherungsmarkt gibt es Tierhalterhaftpflichtverträge vor allen Dingen für Hundehalter sowie Halter von Pferden, Kühen, Eseln, Ziegen, Schweine etc. Kleintierhalter sind hingegen in der Regel über die private Haftpflichtpolice abgesichert, zu den versicherten Kleintieren gehören hier für gewöhnlich Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen und Chinchillas. Zu beachten ist, dass einige Bundesländer für Hundehalter die Pflicht zum Abschluss einer Hundehalterhaftpflicht eingeführt haben. In Abhängigkeit vom Bundesland (und Hunderasse) kann sich also für den Halter sogar eine gesetzliche Pflicht ergeben, eine Tierhalterhaftpflichtversicherung zu besitzen.

Mein Fazit zur Tierversicherung

Wir wohnen in Thüringen – eines der fünf Bundesländer in Deutschland, in denen unabhängig von der Hunderasse die Pflicht zum Abschluss einer Hundehalterhaftpflichtpolice existiert. Diese Pflicht gilt ferner in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Berlin und Hamburg. Demnach kann ich als Hundehalter gar nicht auf diese Absicherung verzichten – würde ich aber auch nicht, selbst wenn in Thüringen diese Pflicht nicht bestehen würde!

Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung wird vor allem für größere Tiere angeboten, zum einen sind Schäden durch Kleintiere zumeist in der Privathaftpflicht eingeschlossen. Andererseits können einfach gesagt größere Tiere, größere Schäden anrichten. Das Schadensrisiko ist für den Halter von Pferden, Hunden, Rindern usw. im Allgemeinen schlicht größer. Ich finde es gut, dass man sich als Halter gegen derartige Schäden finanziell absichern kann. Zumal eine Tierhalterhaftpflichtpolice nicht sehr teuer ist und sie kann im schlimmsten Fall vor sehr hohen Schadensersatzforderungen bewahren.

Darüber hinaus bietet die Sparte Tierhalterhaftpflichtversicherungen interessante Einschlüsse, zum Beispiel ist in vielen Tarifen das Hüten der Tiere mitversichert. Wenn Oma mal auf unseren Hund aufpasst oder ein Nachbar, sind wir als Halter dennoch für den Schadensfall abgesichert. Ebenfalls eine sinnvolle Option ist der Verzicht auf Leinenzwang – falls „Keek“ beim leinenlosen Spaziergang auf dem Acker mal entwscht!